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La personale Ut pictura poesis di Nataly Maier nasce da un legame intimo e soggettivo con l’opera storica. L’eco di pitture rinascimentali e di antichi affreschi si avverte nei lavori dell’artista germanica che ha scelto di evocare una impressione sensoriale attraverso il colore e la parola.

Le venti opere in mostra risultano pertanto emozionalmente legate a dei soggetti precisi della storia dell’arte e al contempo assolutamente autonome. Tale natura dualistica insita a tutti i lavori si esplicita anche nella complementarietà della tecnica.

La parte superiore dei lavori – una superficie lucida e riflettente – reca un’iscrizione in caratteri maiuscoli più o meno generale o puntuale (da CAMERA PICTA a CAMPO D’ORO fino a PIERO DELLA FRANCESCA e GIOTTO) rinviando alla constatazione che ogni astrazione è necessariamente referenziale.

La componente specchiante, oltre a coinvolgere lo spettatore che può osservare la propria immagine riflessa nel quadro, funziona come finestra sulla pittura.

Il dipinto monocromo su tela che occupa la parte sottostante dell’opera vuole essere infatti una plateale messa in scena dell’atto del dipingere. Il colore ad olio o tempera all’uovo, applicato in più stati evoca, in un gioco dialettico con la scritta della parte superiore, alcuni capolavori della storia dell’arte occidentale.

 

settembre 2005 - novembre 2005

 

Catalogo della mostra, testo a cura di Letizia Ragaglia

DEU

 

Nataly Maier und die Dichotomie des malerischen Aktes

Aus dem Tex von Letizia Ragaglia

We have been trained to see painting as “pictures” with storytelling connotations, abstract or literal, in a space usually limited and enclosed by a frame which isolates the image.

It has been shown that there are possibilities other than this manner of “seeing” painting. An image could be said to be “real” if it is not an optical reproduction, if it does not symbolize or discribe (...) (Robert Ryman)

 

Dieses Zitat von Robert Ryman aus den Sechziger Jahren kennzeichnet in fast emblematischer Weise die Diskussion um die letzten künstlerischen Arbeiten von Nataly Maier.

Ihr Werk kann ideell mit der ständigen Auseinandersetzung über das Wesentliche der Malerei in Verbindung gebracht werden, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sei in den Vereinigten Staaten als in Europa erfolgt und eine treffende Erörterung in der heute sogenannten amerikanischen Kunstrichtung Minimal-Art findet.

 

Nataly Maier beginnt mit der Fotografie, untersucht dabei die Zusammenhänge zwischen fotografierter Farbe und gemalter Farbe.

Allmählich konzentriert sie sich immer mehr auf die emotionale Erfahrung der Farbe und, infolge des Studiums verschiedener Theorien der Farbe, auf den Akt des Malens in sich und auf die Malerei tout court.

 

Ein weiterer interessanter Zusammenhang mit den amerikanischen Minimalisten ist die Tatsache, dass die Anregung zur letzten Evolution der Kunst von Nataly Maier von Freskozyklen und Renaissancegemälden stammt, aber auch von Werken, die in den Manierismus und Barock, sowie in die unmittelbar vorhergehende Epoche hinauslaufen.

Es gibt somit Elemente, welche die Funktion haben Reaktionen hervorzubringen, in diesem Falle sind es Freskomalereien und antike Gemälde, und es erfolgt ein sensorialer Eindruck, der zu einer konkreten Transposition im Bild führt.

 

Die Verbindung mit dem historischen Kunstwerk ist grundlegend, aber absolut intim und subjektiv. Im Falle des Werkes “Giotto”, weist das intensive Blau der oberen Bildhälfte – eine rechteckige horizontale lackierte und spiegelnde Fläche – und das matte Ockergelb der unteren bemalten Leinwand zweifellos auf die Fresken der Cappella degli Scrovegni hin.