ITA

 

Ad emergere dalle diciotto opere che compongono la personale di Martin Pohl è una certa allusione figurativa sapientemente modulata da una scansione comunque astratta degli elementi. 

Alcune delle forme inedite che si leggono nelle suggestioni tridimensionali dell’artista altoatesino richiamano infatti le cime imbiancate di rilievi montuosi che si stagliano su un cielo rarefatto. Gli elementi paesaggistici concorrono in realtà a lasciare spazio alla pittura ritirando il soggetto entro limiti determinati, oppure saturando l’intera superficie di grondante encausto. 

A caratterizzare l’intero lavoro è una gestualità spontanea, assimilabile al “barocco”, antica connotazione stilistica di cui rimane, soprattutto, lo slancio ed un tratto ritmico dal quale scaturiscono le forme.

Sono infine i movimenti impressi dall’artista sul supporto di medium density  a generare le infinite variazioni di ritmi e di sequenze che si accentuano o si attenuano grazie all’impiego di una materia fluida come la cera.

 

Catalogo della mostra con testi a cura di Günther Oberhollenzer e Valerio Dehò

 

10 luglio 2012 - 20 settembre 2012

DEU

 

Martin Pohl erschafft eine Malerei von barock verspielter Ernsthaftigkeit, die zwischen meditativen Farbräumen und vibrierender Oberfläche changiert, die frei und spontan, aber auch konzeptionell durchgedacht erscheint – eine Malerei, die sich selbst genügt und von einer leidenschaftlichen Verehrung für dieses Medium getragen ist.

 

Das Malen per se, das Wühlen in der Farbmaterie, der intensive Arbeitsprozess und das unmittelbare Agieren mit dem Pinsel oder viel mehr mit der Spachtel: es hat den Anschein, als wolle der Künstler zum Ursprung des Mediums zurückkehren, seine Grenzen ausloten und sich der elementaren bildnerischen Qualitäten bewusst werden.

 

Der dynamische Gestus, die Aufwertung des Materials Farbe oder der Gebrauch des Zufalls: Pohl vertritt hier einen Malereibegriff, der auf Selbstreferenzialität basiert.

Die Malmaterialen sind reines, unvermischtes Pigment, mit Nitro verdünnt und gebunden durch warmes, streichfähiges Wachs, ein in Acryl eingefärbte, monochrome Hartfaserplatte und verschiedene Spachteln.

 

Der suedtiroler Kuenstler liebt große Werkzeuge, ausladende Bewegungen, starke Formen und Gesten.

Mit geübter Hand entscheidet er, wie viel Druck auf die Spachtel ausgeübt werden soll, mit welcher Intensität – Undurchsichtigkeit oder Transparenz – die Farbpaste auf den Bildgrund aufgetragen wird. Vor monochromen Hintergrund türmen sich Farbberge auf, ein Weiß von enormer Plastizität und dennoch atmosphärisch leicht. Die Malerei wirkt subjektiver, unbekümmerter.

 

Die Spuren des Malvorgangs sind ungebrochen sichtbar, bewusst erkennbare Striche, Übermalungen und Farbschlieren lassen den gern erkennbaren figurativen Bildgegenstand weit hinter den Malakt zurücktreten. Wieder sind die Werke in erster Linie von der Farbe und dem Malprozess her gedacht. Die reine Malerei bleibt im Mittelpunkt.