ITA

 

La personale di Emanuela Fiorelli, alla galleria Antonella Cattani contemporary art, ci invita a vivere un'esperienza dello spazio tra disciplina e sensi.

A procedure concettuali rigorose, l'artista abbina una metodologia operativa dagli esiti straordinariamente poetici.

Nelle opere come nelle installazioni predominano evoluzioni di linee e volumi che sembrano estroflettere o introflettere grazie all’azione di un filo.

 

Si tratta di un filo elastico o di cotone che l’artista impiega come un segno estensibile e malleabile, sensibile alle sollecitazioni che giungono dall’ambito in cui viene impiegato.

Le installazioni site-specific , come nel caso di “Connect”, realizzata per questa personale, rispondono all’esigenza di espandere le proprie trame nell’ambiente espositivo, affrontando direttamente le pareti, i pavimenti e il soffitto; il filo diviene in questo caso tessuto connettivo che mette in comunicazione superfici distanti ed opposte.

 

All’installazione, che ci invita a vivere il luogo in maniera inedita e personale, si relazionano le altre opere che compongono la mostra. A caratterizzarle sono gli elementi astratti che, in queste opere, si stagliano da una sottile tela di tarlatana colorata.

In queste “tessiture ambientali” Emanuela Fiorelli impiega una tecnica affine al ricamo per indagare quello spazio che noi tutti tentiamo di cogliere razionalmente, ma che infine, può essere colto effettivamente solo con l’esperienza dei sensi, di cui le forme geometrizzanti sono solo veicoli.

 

11 gennaio 2008 - 19 febbraio 2008

 

Catalogo della mostra con testi a cura di Letizia Ragaglia

DEU

 

Für eine Raumerfahrung zwischen Disziplin und Sinnlichkeit.

In Emanuela Fiorellis Werk ist das Streben nach Eroberung des Raumes, das schon für das ganze 20. Jahrhundert charakteristisch war, als wichtiger, beständiger Bezugspunkt spürbar; doch emanzipiert sich die Künstlerin davon durch einen ganz persönlichen Werdegang und eine betont weibliche Nuance.

 

Ihre Werke und Installationen, in denen Figuren aus Linien und durchsichtigen Volumen vorherrschen, eröffnen wieder einen Dialog mit der Architektur und dem Ambiente, den bereits Tatlin und die Gebrüder Pevsner begonnen hatten.

Emanuela Fiorelli hat mehrmals die Nähe ihrer Recherche zur Poetik von Fontana, Bonalumi und Castellani betont, also die Tendenz, verborgene Strukturen des an sich chaotischen Realen sichtbar zu machen, kosmische, übergeordnete Gesetze mit Hilfe eines wiederholten Zeichenelements zu erfassen.

 

Aber gerade dieses unzählige Male wiederholte Element kennzeichnet die Künstlerin und verleiht ihrem Werdegang Originalität. Ihr unermüdliches, präzises Werken kreiert serielle Strukturen, die im ersten Moment auf einer exakt berechneten, geometrischen und/oder mathematischen Rigorosität zu basieren scheinen: Dem Betrachter treten nämlich bunte Leinwände vor Augen, von denen sich wiederholte geometrische Figuren abheben, Plexiglas-Boxen, die dieselben oder ähnliche abstrakte Elemente oder lineare Module enthalten, die direkt in den Raum und seine Koordinaten eindringen.

 

Man bemerkt nämlich keineswegs auf Anhieb, dass die farbigen Flächen gefärbte Gewebe (nämlich Stramin) sind und dass die geometrischen Motive aus Baumwollgarn oder elastischen Fäden bestehen und keiner a priori festgelegten Planzeichnung folgen.

Die römische Künstlerin hat nie verborgen, dass sie dem Zauber der Architektur erliegt, und in ihrem Dialog mit dieser Disziplin fügt sie sich – vielleicht auch unbewusst – in eine weibliche Kunsttradition ein, die auf subtile Weise eine macht-volle Tätigkeit zu unterlaufen versucht, die traditionell dem Mann als Demiurgen, der

 

projektiert und konstruiert, zugeschrieben wird. Der Faden und die Stickerei gehören in der abendländischen Tradition zu den Stereotypen, die mit der Frau verbunden sind. Emanuela Fiorelli verwirklicht in ihren Raum-Texturen das, was ein Architekt beim Projektieren anstrebt, nämlich eine Beziehung zwischen verschiedenen Räumen.

Die ohne vorausgehenden Entwurf wiederholten Linien bewegen sich in einem Gebiet, in dem sie neue Beziehungen herstellen; mit Hilfe einer intuitiven, sensiblen Geometrie werden die Orte auf unerwartete, persönliche Art und Weise erlebbar.

Wenn man die Arbeiten der Künstlerin überblickt, stellt man fest, dass dem Raum die Hauptrolle in ihren Werken zukommt, einem Raum, den wir alle rational zu erfassen versuchen, der aber schließlich, trotz aller Übungsversuche, doch nur durch die sinnliche Erfahrung wirklich zu erfassen ist, für die die geometrisierenden Formen nur eine Mittlerrolle spielen.